Kempten

Älteste Stadt Deutschlands?

Eine amtlich bestätigte „älteste Stadt Deutschlands“ gibt es nicht. Kandidaten sind die Städte  Andernach, Trier, Neuss, Kempten, Worms und Augsburg.
Kempten hat in diesem Wettbewerb den Vorteil, bereits 18 n. Chr von dem griechischen Geschichtsschreiber und Geograf Strabon von Amaseiaals als die keltische Siedlung Kambodounon am Hochufer der Iller erwähnt zu werden. Somit gilt Kempten als älteste schriftlich erwähnte Stadt Deutschlands.

Der Name Cambodunum setzt sich aus den Wörtern „Cambo“ (keltisch: krumm) und „dunum“ (Siedlung) zusammen; ergibt die „Stadt an der Flusskrümmung“, was auf die Mäander der Iller bei Kempten hinweist.

Somit ist Kempten die älteste schriftlich erwähnte Stadt Deutschlands.

römische stadtgründungen
Römerstädte in Deutschland

Schönstes Stadtmuseum Deutschlands

Das Zumsteinhaus ist ein repräsentatives, bürgerliches Palais am Hildegardplatz.
Es wurde im Jahr 1802 von der aus Savoyen stammenden Kaufmannsfamilie de la Pierre – eingedeutscht Zumstein – erbaut.
2017 – 2018 wurde es zusammen mit dem Waschhaus aufwändig renoviert.
Die Baukosten betrugen ca. 4,9 Millionen €.

zumst

Gründe für die Auszeichnung des Kempten-Museums

Im Jahr 2021 hat das Stadtmuseum den Preis „Deutschlands bestes Heimatmuseum“ der Stiftung „Lebendige Stadt“ bekommen

Begründung der Jury:
Vorbildlich sind die besucherspezifische Ausrichtung des Museums und die partizipativen Möglichkeiten. So werden in Themenräumen wechselnd Exponate mit ihrer Geschichte präsentiert, die von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Schulen oder Kitas zur Verfügung gestellt werden. Sonderausstellungen werden von der Öffentlichkeit mitgestaltet und im Museumskino werden eigene Filmproduktionen gezeigt. Beim „bewegten Donnerstag“ können die Bürgerinnen und Bürger mit bekannten Persönlichkeiten aktuelle Themen diskutieren – während der Corona bedingten Schließung wurde online diskutiert. Auf der Homepage werden Diskussionsrunden übertragen, Filme über die Exponate gezeigt und Online-Führungen auch in Gebärdensprache angeboten. Das barrierefreie Museum bietet Jung und Alt inklusive Mitmachstationen, vielfältige Führungen und Workshops sowie ein umfangreiches Bildungsangebot für Kitas und Schulen. Daher wird das Museum auch als „das Wohnzimmer der Stadt“ bezeichnet. Als eines der ersten Museen in Bayern gewährt das Kempten-Museum freien Eintritt.
Kosten für die Erstellung des Konzepts: 1,7 Millionen €.

Erste ausgebaute Fußgängerzone in Bayerisch-Schwaben

Im September 1970 wurde die Fischerstraße in Kempten als erste ausgebaute Fußgängerzone in Bayerisch-Schwaben eröffnet. Nach und nach wurden weitere Straßen mit einbezogen, so dass die Fußgängerzone bis zum Forum verlängert wurde.

Alte Gebäude in der Fischerstraße wurden durch Geschäftshäuser ersetzt.

Der Bauerntanzkeller am Beginn der Fußgängerzone wurde zum Nürnberger Haus.

Aus dem Hotel „Deutscher Kaiser“ wurde das „Quelle Haus“ und jetzt Drogerie Müller.

Die Fußgängerzone wurde durch weitere Straßen ergänzt und endete im Süden bei dem alten Bahnhof, wo heute das Forum steht.

Weltweit eine der ältesten Holzeisenbahnbrücken

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Von 1847 – 1851 wurde das Holfachwerk der König-Ludwig-Brücke über die Iller gemäß der Bauweise des amerikanischen Ingenieurs William Howe errichtet. Am1. April 1852 fuhr die erste Eisenbahn über die Brücke. Das Gewicht der Lokomotiven stieg an und der Zugverkehr nahm zu, so dass 1899 mit der Planung der oberen Illerbrücken begonnen wurde.

brücken

Von 1904 bis 1906 wurden die Brücken von der Königlichen Bayerischen Staatseisenbahn erstellt. Sie gelten als die größten Stampfbetonbrücken der Welt und stehen unter Denkmalschutz.

Nach dem Bau des neuen Hauptbahnhofes im Jahr 1969 wurde die nördliche Brücke für den Bahnverkehr überflüssig und für den Straßenverkehr umgebaut.

Der Eisenbahnbetrieb über die König-Ludwig-Brücke wurde 1905 eingestellt.
Im August 2017 wurde nach einer Reihe von Diskussionen mit der Sanierung der Holzeisenbahnbrücke begonnen, die im Juli 2018 mit dem Einhub der drei renovierten Brückenteile beendet wurde. Die Kosten der Sanierung der Brücke: rund 5,5 Mio Euro.

Die König-Ludwig-Brücke wurde am 20. April 2012 als „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ ausgezeichnet.